Welche Yogamatte passt am Besten zu mir?

Welche Yogamatte passt am Besten zu mir?

Ich werde oft gefragt, welche Yogamatten ich empfehle. Das ist nicht so einfach, jedoch habe ich Tipps worauf du beim Kauf einer Matte achten solltest. Es kommt auch ganz darauf an, welche Übungen du auf der Matte ausüben möchtest. Soll es eher eine rutschfeste, eine dünne oder doch lieber gepolstert sein? Yogamatten müssen verschiedensten Ansprüchen gerecht werden.

Auf diese wichtigen Kriterien solltest du beim Kauf einer Yogamatte achten

Frau hält Yogamatte im Arm1. Preis & Qualität

Die günstigsten Matten sind meistens aus einfachem Kunststoff gefertigt. Die teuersten sind entweder aus Seide oder flauschige Schurwoll-Modelle.

Yogamatten aus Naturmaterialien sind tendenziell etwas teurer als Yogamatten aus Kunststoff, daher aber meistens auch verträglicher für die Umwelt und deine Gesundheit.

Einfache Kunststoff-Yogamatten haben allerdings die höchste Lebensdauer. Wenn man Freude bei den jeweiligen Übungen haben möchte, ist es empfehlenswert, dass sich eine Investition in eine gute Yogamatte lohnt. Wenn du bei der Yogamatte spart, brauchst du im Zweifel nach einem Jahr eine Neue.

Lieber gleich gute Qualität kaufen, das schont auch die Umwelt. Die billigen Yogamatten erkennt man leicht an folgende Kriterien:

  • Haltbarkeit: halten für einige Wochen und zerfallen langsam
  • Verträglichkeit: sind meist aus nicht abbaubaren Materialien
  • Geruch: riechen auf Grund ihres Materials intensiv nach Plastik/PVC
  • Preis: schon ab 10 Euro im Supermarkt zu finden

Wenn das Geld knapp ist, findet man auch für 30 Euro vernünftige Yogamatten. Vor allem, wenn man sich noch nicht so sicher ist, schadet es nicht, in eine gute Alleskönner-Matte zu investieren.

Meistens merkt man dann recht schnell, was man wirklich braucht und kann dann auch mal in eine etwas teurere Matte investieren. Ich empfehle dir eine anständige Matte zu kaufen, die du lange haben wirst, anstelle einer, die nach kürzester Zeit durchscheuert und den Geist aufgibt.

2. Länge & Breite

Frau übt auf YogamatteGrob gesagt, solltest du auf der Yogamatte ausgestreckt so liegen können, dass dein Kopf und deine Füße Platz auf ihr finden. Die Standardmassen einer Yogamatte sind zwischen 1,72 m und 1,80 m in der Länge, 61 cm in der Breite und 0,5 - 0,7 cm in der Dicke.

Es gibt aber extralange und auch extradicke Matten, ebenso dünne Reisematten. Für dynamische Yoga-Arten wie Ashtanga oder Vinyasa empfiehlt es sich, etwas dünnere Varianten zu wählen, auf denen du auch in Balance-Übungen einen guten, festen Stand hast.  

Fließende Yogastile verlangen tendenziell auch nach mehr Halt und Rutschfestigkeit. Hier haben Kunststoff-Modelle einen Vorteil gegenüber Matten aus Naturmaterialien wie Schur- oder Baumwolle. Für Yin Yoga oder Kundalini solltest du in eine gut gepolsterte Matte oder sogar in eine aus Schurwolle investieren.

Sie sorgen für einen gut isolierten und muckelig warmen Untergrund zum Üben, und die Gelenke sind weich gepolstert, wenn die Übungen auch mal länger gehalten werden.

3. Rutschfestigkeit

Wenn sie neu sind, sind fast alle Yogamatten rutschfest, da sie oft mit einer speziellen Schicht überzogen sind. Sobald du in der ersten Übung stehst wird dir auffallen, dass eine rutschfeste Yogamatte mit gutem Griff für Hände und Füße Gold wert ist.

Wenn die Struktur der Matte aber nicht ausreichend dicht ist, können Schweiß und damit Bakterien in die Matte eindringen und sie rutschig bzw. unhygienisch machen. Auch Reinigen in der Waschmaschine kann sie weniger rutschfest machen.

Die Matte soll sich schließlich nicht vom Fleck bewegen, während du gerade intensiv übst. Es gibt aber auch Yogis, die darauf schwören, auf rutschigen Matten oder sogar ganz ohne Matte zu üben. Die einen finden, dass alle Matten bis zu einem gewissen Grad rutschfest sein sollten. 

Ausreichend Komfort und gute Dämpfung brauchen, zum Beispiel im Kopfstand, deine Knie, Hüften und Sprunggelenke aber auch deine Halswirbelsäule - ganz besonders dann, wenn du dynamisch Yoga übst und die Asanas mit Sprüngen verbindest. Dabei gilt es aber genauer hinzuschauen denn neben der Dicke der Matte, spielt vor allem die Dichte des Materials eine entscheidende Rolle für Komfort und Dämpfung.

4. Farbe & Design

Yogamatten gibt es von knall pink bis zur Holzoptik. Mit Muster oder ohne. Lass dich einfach inspirieren was dir am besten gefällt. Mit dem Ziel, deine Yogamatte ein Leben lang bei dir zu haben, ist es vielleicht ganz gut eine eher neutrale Farbe zu wählen. 

5. Gewicht der Yogamatte

Frau mit Yogamatte am gehenEine Yogamatte kann ganz schön schwer sein. Wer sich für eine besonders gut Dämpfende und damit recht dicke Matte entscheidet, der trägt schnell mal 2,5 kg unter dem Arm. Deshalb mach dir vor dem Kauf Gedanken wie und wo deine Yogamatte zum Einsatz kommt.

Praktizierst du Yoga eher Zuhause? Oder gehst du ins Studio wo du deine Matte deponieren kannst? Lässt du sie im Studio oder Zuhause, dann spielt das Gewicht keine so große Rolle und du kannst eine etwas dickere wählen für mehr Komfort  und Dämpfung.

Transportiert du sie viel und vielleicht sogar auf dem Fahrrad, dann empfehlen wir dir Yogamatten zwischen 1,5 und 2 kg. Wenn du viel unterwegs bist, dann empfiehlt sich eine dünne Reisematte mit ca. 3 mm Dicke.

6. Material & Nachhaltigkeit

Wie umweltfreundlich eine Yogamatte ist, hängt davon ab: welche Materialien verwendet und wie und wo sie hergestellt wird. Wie lange du sie nutzen kannst – wie abriebfest und formstabil sie ist. Wie und ob sie kompostierbar bzw. recyclebar ist.

Matten können aus den verschiedensten Materialien sein: Kautschuk, Kork, Jute oder Baum- und Schafwolle. An synthetischen Stoffen finden sich oft Latex, PVC und das umweltfreundlichere TPE. Nur Yogamatten die frei von giftigen Inhaltsstoffen sind, sind kompostierbar.

Im Bereich der synthetischen  Materialien gibt es seit Kurzem mit dem TPE eine Yogamatte aus Kunststoff die abbaubar ist. Gerade günstige Kunststoffmatten enthalten jedoch oft Schadstoffe wie zum Beispiel Weichmacher, die sich auch auf unsere Gesundheit auswirken.

Aber auch Naturmaterialien können mit Schadstoffen belastet sein. Die meisten der im Handel erhältlichen Yogamatten kommen aus China. Fast alle werden aus Erdöl hergestellt, teilweise auch jene, die unter dem „Öko“ Titel verkauft werden.

Man muss also schon genau hinsehen. Zur Klärung der Frage nach der fairen Herstellung informier dich am besten über den Hersteller und schau nach dem bluesign Zertifikat. Das ist für Yogamatten das Höchstmaß an fairer, ökologischer und nachhaltiger Herstellung.

7. Giftstoffe

Die Frage nach einer gesundheitlich unbedenklichen Yogamatte treibt selbst die Hersteller von Natur Yogamatten um. Yogamatten aus PVC können Weichmacher enthalten oder sind mit giftigen AZP-Farbstoffen versehen.

Achte deshalb auf das Öko-Tex 100 Siegel, das Matten auszeichnet, die auf Giftstoffe getestet wurden. Und suche dir Hersteller aus, die ihre Prozesse und Materialien bei der Herstellung der Yogamatten transparent ausweisen.

Yogamatten aus Naturkautschuk haben einen starken Eigengeruch zu Beginn. Am besten lüftest du sie mehrere Tage vor der ersten Nutzung aus oder besprühst sie mit einem ätherischen Öl.

8. Waschbarkeit & Hygiene

Schmutz und Bakterien sind ganz normal, allerdings auch unerwünscht. Darum kann es lohnend sein, in Modelle zu investieren, die sich einfach in der Waschmaschine reinigen lassen oder die Mattenreinigungssprays vertragen. Das Minimum sollte sein, dass man die Matte mit Wasser abwischen kann. Denn so eine Yogamatte kommt regelmäßig mit dem Boden und mit dem eigenen Schweiß in Berührung. 

 

 

 

 


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