Diese verschiedenen Yoga - Arten solltest du wissen!

Diese verschiedenen Yoga - Arten solltest du wissen!

Aus der ursprünglichen Yoga-Lehre haben sich inzwischen zahlreiche Yoga-Arten und Formen entwickelt. Viele Anfänger finden es schwierig, die richtige Methode zu finden. Wenn du Yoga lernen willst, kannst du aus den folgenden Yoga-Arten wählen:

Welche verschiedenen Yogastile gibt es?

• Acro Yoga
• Anusara Yoga
• Anti Gravity, Aerial Yoga
• Ashtanga, Vinyasa Yoga, Vinyasa Flow
• Bikram Yoga
• Forrest Yoga
• Hatha Yoga
• Hormon Yoga
• Integrales oder Sivananda Yoga
• Iyengar Yoga
• Jivamukti Yoga
• Kundalini Yoga
• Kriya Yoga
• Luna Yoga
• Power Yoga, Yoga-Pilates, Yogilates
• TriYoga, Flow Yoga
• Wellness Yoga
• Yin Yoga

Acro Yoga ist eine Kombination aus Yoga und Akrobatik. Anusara Yoga eignet sich für Anfänger, die sich für die spirituelle Seite des Yoga interessieren. Anti Gravity und Aerial Yoga ist etwas für geübtere Yoga-Schüler, die auch ungewöhnliche Übungen absolvieren möchten.

Zum Aufbau von Kondition und Fitness sind Ashtanga, Vinyasa Yoga und Vinyasa Flow am bestengeeignet. Bikram Yoga ist die ideale Methode für sportliche, Menschen, die Hitze gut vertragen. Mit Forrest Yoga kannst du Rücken und Bauch kräftigen.

Hatha Yoga ist ideal für Einsteiger und empfehlenswert, wenn du Yoga von Grund auf lernen willst. Hormon Yoga wurde speziell für Frauen entwickelt und trägt zur Harmonisierung des monatlichen Zyklus bei. Meditieren und Entspannen gelingt am besten mit integralem Yoga oder Sivananda Yoga.

Iyengar Yoga ist gut zum Ausprobieren und für Yoga-Schüler, die ihren Körper kennenlernen möchten. Wenn du deine Yoga-Übungen gern mit Musik durchführst, solltest du Jivamukti Yoga lernen. Für Kundalini Yoga benötigst du viel Durchhaltevermögen.

Dafür lernst du durch die Übungen richtig zu atmen. Individualisten, die ihre Yoga-Übungen lieber allein als in der Gruppe machen entscheiden sich für Kriya Yoga. Luna Yoga ist speziell für Frauen geeignet. Power Yoga, Yoga-Pilates und Yogilates sind wirksame Methoden zum Muskelaufbau und zur Steigerung der Kondition.

TriYoga und Flow Yoga sind eine gute Basis, wenn du Yoga lernen und dich dabei an feste Abfolgen halten willst. Wellness Yoga ist für alle geeignet, die Yoga lernen und dabei aktiv und passiv üben wollen. Bei Yin Yoga kommen vor allem lang gehaltene Positionen vor, für die viel Durchhaltevermögen notwendig sind.

Warum die Aufwärmphase so wichtig beim Yoga ist!

Frau dehnt sichDie Aufwärmphase dient dazu, den gesamten Körper zu aktivieren, zu mobilisieren und somit einer möglichen Verletzungsgefahr vorzubeugen.

Als Regel gilt, je herausfordernder die Asana, die du praktizieren möchtest, desto mehr Vorbereitungszeit benötigst du.

Der sanfte Start in die Praxis gibt uns zudem die Möglichkeit, uns mental auf unsere Praxis einzustimmen und uns mit unserer tiefen, bewussten Atmung zu verbinden.

Die nachfolgende Aufwärmphase habe ich in drei Bereiche unterteilt: die Wirbelsäulenmobilisation, die Aktivierung des Zentrums sowie einen Sonnengruß. Wegen der aktivierenden Wirkung solltest du Sonnengrüße allerdings nur am Morgen praktizieren.

Setze eine Intention

Es kann sehr schön sein, dir zu Beginn deiner Praxis eine persönliche Intention zu setzen – ein sogenanntes Sankalpa. Wähle deine Intention, indem du dir die Frage stellst: Was soll heute der Fokus meiner Praxis sein? Was brauche ich gerade? Zum Beispiel Ruhe, Energie, Kraft oder Ähnliches.

Atem & Bewegung

Versuche, die dynamischen Übungen mit der bewussten, yogischen Atmung zu synchronisieren. Achte darauf, dass der Atem stets die Bewegung einleitet. Die Einatmung ist mit dem Öffnen der Brust und dem Heben der Arme verbunden. Die Ausatmung ist mit dem Rundwerden und Nach-vorn-Beugen verbunden.

Die sechs Asana-Kategorien

Die sechs Asana-Kategorien werden nach folgenden Kriterien gebildet:

  • Richtung der Wirbelsäule im Raum
  • einzigartige Funktion auf den physischen Körper und das Nervensystem
  • Wirkung auf Atem, Geist und Emotionen
  • Wirkung darauf, wie Prana sich bewegt (in Form der Prana Vayus und Chakren)

Die 6 Kategorien lauten:

  • Rückbeugen
  • Seitbeugen
  • Vorbeugen
  • Drehungen
  • Streckungen
  • Umkehrhaltungen

Die 108 wichtigsten Asanas-Übungen teilen sich in 22 Rückbeugen, 18 Seitbeugen, 31 Vorbeugen, 20 Drehungen, 14 Streckungen und 3 Umkehrhaltungen auf. Rückbeugen und Seitbeugen gehören zu den aktivierenden und energetisierenden Asanas.

Sie sind der Sonne und der Praxis am Morgen zugeordnet. Vorbeugen und Drehungen wirken beruhigend und stabilisierend. Sie sind der Mondpraxis zugeordnet und eignen sich für Yoga am Abend. Streckungen und Umkehrhaltungen wirken eher subtil und spirituell erhebend.

Sie sind sowohl für die Praxis am Morgen als auch am Abend geeignet. Die folgenden 108 Asanas werden nicht nur nach ihrer äußeren Form, sondern vor allem nach ihrer tieferen energetischen Wirkungsweise und Funktion eingeteilt.

Yoga-HandstandEin Beispiel: Der Handstand ist eine Rückbeuge in seiner energetischen Wirkungsweise. Der Fluss der Vayus (Energiewinde) im Handstand fließt in den Armen und der Brust und wirkt aktivierend in der Form von Pran-Vayu.

Die Wirbelsäule wird rückgebeugt, Solarplexus- und Herz-Chakra werden aktiviert.

Im Kopfstand, einer Umkehrhaltung, werden Vyana und Udana Vayu, das Stirn- und Kronen-Chakra, also leichte und spirituell erhebende Energien angesprochen.

Kopfstand und Handstand wirken also komplett unterschiedlich auf unser Energiesystem (Nervensystem, Geist, Chakren, Doshas und Vayus).

Ja, der Handstand ist eine umgekehrte Rückbeuge, aber vor allem eine Rückbeuge, genauso wie der Unterarmstand (Pincha Mayurasana).

Aus energetischer Sicht gibt es nur drei Umkehrhaltungen: Kopfstand und Schulterstand inklusive Viparita Karani.

Zielgerichtet praktizieren und unterrichten

Asanas werden dann überaus effektiv, wenn wir verstehen, wie spezifisch und unterschiedlich die sechs Asana-Kategorien auf den Ebenen des Körpers, des Geistes, der Emotionen und der Energie wirken.

Die Priorität liegt also nicht auf der äußeren Form der Asanas, sondern auf der Funktion und energetischen Wirkungsweise. Das Wissen über die tiefere Wirkungsweise der Asanas zu kennen und anwenden zu können, hilft uns dabei, zielgerichtet zu praktizieren und zu unterrichten.

Die Zahl 108

Schmuck und Guru KetteDie Zahl 108 wird in der Yoga-Tradition als heilige Zahl angesehen, die immer wieder in unterschiedlichen philosophischen und religiösen Zusammenhängen auftaucht.

So besteht eine Mala – eine im Hinduismus und Buddhismus gebrauchte Gebetskette – aus 108 Perlen (und einer Guru-Perle).

Die Praxis der Mala-Meditation unterstützt dich in deiner spirituellen Praxis und hilft, dein Bewusstsein im gegenwärtigen Moment zu verankern.

Renommierte Mathematiker der vedischen Kultur sahendie 108 als die Verbindung zwischen dem Universum und uns selbst.

Diese Zahl verbindet ebenso Sonne, Mond und Erde. Die durchschnittliche Entfernung von Sonne und Mond zur Erde beträgt das 108-Fache ihres jeweiligen Durchmessers. Nach yogischer Tradition gibt es 108 Upanishaden (heilige yogische Texte) und 108 Marma-Punkte (Energiepunkte im Körper).

In ganz Indien sind 108 heilige Stätten zu finden. Die Ziffern der Zahl 108 ergeben in ihrer Quersumme 9, die ebenfalls eine heilige Zahl ist und die neun Planeten (Grahas) in der hinduistischen Astrologie repräsentiert. Solche Phänomene haben zu vielen Beispielen von ritueller Bedeutung geführt.


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